Altglascontainer Karte

Geprüft am 01. Oktober 2026

Was nach dem Einwurf passiert: der Weg einer Glasflasche

Wie Altglas gesammelt, von Fremdstoffen befreit, sortiert und wieder eingeschmolzen wird, warum Glas unbegrenzt recycelbar ist und was Fremdkörper im Scherbenstrom anrichten.

Von Altglascontainer Karte Redaktion · Prüfung: Automatischer Abgleich mit OpenStreetMap, zuletzt beim Aufbau des Datensatzes

Vom Container zur Aufbereitung

Der Entsorger leert die Container und bringt das Altglas in eine Aufbereitungsanlage. Dort wird der Scherbenstrom von Fremdstoffen befreit. Magnete ziehen Metall heraus, Siebe trennen grobe Teile, und Sensoren erkennen Störstoffe wie Keramik, Steine und Porzellan, die beim Schmelzen nicht mitschmelzen.

Die Anlage sortiert die Scherben zusätzlich nach Farbe. Das Ergebnis sind gereinigte, nach Farben getrennte Scherben, die die Glashütten wie einen Rohstoff einkaufen.

Unbegrenzt recycelbar

Glas lässt sich ohne Qualitätsverlust beliebig oft einschmelzen. Aus einer Flasche wird wieder eine Flasche, nicht ein minderwertigeres Produkt. Je mehr Scherben im Gemenge sind, desto weniger Energie braucht die Schmelze: Als Faustregel spart jede zehn Prozent mehr Scherben im Gemenge rund zwei bis drei Prozent Energie.

Der Scherbenanteil hängt von der Farbe ab. Grünglas verträgt einen besonders hohen Anteil Altglas. Bei Braunglas und vor allem bei Weißglas ist er geringer, weil dort die Farbreinheit strenger ist. Das erklärt, warum die Farbtrennung am Container so wichtig ist.

Was Fremdkörper anrichten

Keramik, Porzellan und Steine schmelzen bei der Temperatur der Glasschmelze nicht mit. Sie bleiben als Einschlüsse im Glas und können Spannungen und Bruchstellen verursachen. Deshalb müssen die Anlagen sie aufwendig aussortieren.

Dein Beitrag ist überschaubar: nur Verpackungsglas einwerfen, Deckel entfernen und keine Trinkgläser, Spiegel, Fensterglas oder Geschirr dazugeben. Spülen und Etiketten abziehen sind nicht nötig, den Rest leistet die Anlage.

Pfandflaschen sind ein anderer Kreislauf

Mehrwegflaschen mit Pfand, etwa für Bier und Mineralwasser, gehören nicht in den Container. Sie werden gespült und mehrfach wieder befüllt, was ökologisch besser ist als Einschmelzen. Das Pfand beträgt bei Mehrweg meist 8 oder 15 Cent und bei Einwegflaschen 25 Cent.

In den Container gehören Verpackungen ohne Pfand: Marmeladen- und Gurkengläser, Konservengläser, Flaschen für Öl, Essig und Spirituosen sowie Parfümflakons.